WurmBlog

Andreas Wurm – Journalist/Autor/Ghostwriter

Archiv für Oktober, 2009

Antisocial Media I

Erstellt von Andreas Wurm am 14. Oktober 2009

Zugegeben, wenn man Menschen auf Twitter folgt, bekommt man Dinge zu sehen, die einem sonst vielleicht verborgen blieben. So geschehen mit einem Tweet, in dem der Absender auf diese Seite verlinkte. Dort kann man anscheinend so genannte Follower generieren. Ich frage mich, was das soll. Was bringen mir Follower eigentlich? Welche Follower nehme ich an, und welche sperre ich wieder aus? Anscheinend geht es darum, die kritische Masse zu erreichen? Zugegeben, die habe ich mit meinem Twitter-Konto noch nicht erreicht, ich bin noch nicht mal kurz davor, eher weit weg. Aber das könnte auch daran liegen, dass ich viele Follower aussperre, nachdem sie sich angehängt haben. Ich möchte doch selber entscheiden, wer Informationen erhält und wer nicht.

Ich glaube, die Anzahl der Follower hängt auch davon ab, was man schreibt, oder wie oft. Da hilft unter Umständen am Ende aller Tage auch die tollste Follower-Maschine nichts. Eigentlich geht es doch darum, Menschen zu finden, welche die eigene Arbeit oder die eigenen Ansichten so interessant finden, dass sie sich bei einem anhängen und gespannt auf Weiteres warten. Oder irre ich mich da? Habe ich irgendwas nicht verstanden?

Ein Fischen nach Followern halte ich ehrlich gesagt für ganz schön asozial. Solche Nutzer weichen nicht unbedingt von der gesellschaftlichen Norm ab (oder vielleicht doch?), aber doch schon sehr vom Grundgedanken des Twitter-Werkzeuges. Wenn ich jemandem folge, weil mich interessiert, warum ihm so viele folgen (kritische Masse), dann möchte ich nicht das Gefühl haben, dass er mich verarscht hat, sondern dass das, was er schreibt, vielleicht etwas ist, was ich brauche oder was ich einfach nur gut finde.

#Blender 2.0

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