WurmBlog

Andreas Wurm – Journalist/Autor/Ghostwriter

Ein Traumjob geht den Bach runter – Things I’ve learned in my job so far #3

Erstellt von Andreas Wurm am Donnerstag 6. Januar 2011

Wer kann heute schon noch von dem leben, was er durch das Schreiben erwirtschaftet? Als ich im vergangenen Jahr bei einem großen Computer-Wochenblatt anfragte, ob Interesse bestehe, an einem Bericht über eine Veranstaltung “X”, antwortete mir der leitende Redakteur:

“Du kannst gerne für uns hinfliegen und was darüber schreiben, aber zahlen können wir dir dafür leider nichts.”

In diesem Moment hatte ich begriffen, dass ich mich mit einer Sache befasste, bei der es, vom wirtschaftlichen Standpunkt betrachtet, überhaupt keinen Sinn machte, sich weiter damit zu befassen.


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Jeder will schreiben, jeder darf schreiben – Things I’ve learned in my job so far #2

Erstellt von Andreas Wurm am Montag 15. November 2010

Schreiben ist geil!

Wenn man es kann. So, wie Haare schneiden. Wer einen Frisörladen betreiben will, muss selber Frisörmeister sein, oder er muss einen Frisörmeister anstellen. Wer Schreiben will braucht nur ein Notebook aus dem Saturn, Mediamarkt würde auch gehen – mit einem Macbook könnte man hier allerdings schon richtig Meter machen. Und er muss den Artikel 5 des Grundgesetzes beherrschen – falls ihn mal jemand fragt, warum er etwas macht, was er eigentlich gar nicht kann.

Das gilt nicht nur für die Schreiber unter uns, Fernseh-Wannabees und Knipser dürfen auch alles.

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Things I’ve learned in my job so far #1

Erstellt von Andreas Wurm am Montag 15. November 2010

Seit einigen Monate schreibe ich keine Artikel mehr. Mittlerweile verdiene ich mein Geld mit anderen Dingen, ich arbeite als IT-Consultant, schreibe als Ghostwriter ein Buch für einen IT-Unternehmer, arbeite zusammen mit einem Produzenten an einem Drehbuch für einen Kinofilm.  Nebenbei arbeite ich mit Partnern an der Gründung eines eigenen Magazins.

Die Dinge, die ich zurzeit mache, sind möglich, weil ich mir diese Auszeit vom Artikelschreiben genommen habe. Kein Nachdenken mehr über mögliche Themen, keine Telefonate mit Redaktionen, keine Pressekonferenzen, keine Pressemitteilungen, kein Nachfragen mehr bei Redaktionen oder Verlagen, was denn nun eigentlich aus meinen Vorschlägen geworden ist.

Geplant war das nicht, es hat sich alles so ergeben.  Wenn ich auch zurzeit keine Artikel mehr schreibe, so ist das Thema Journalismus immer noch da. Schließlich habe ich diesen Beruf erlernt; er geht nicht einfach so, nur weil ich ihn gerade nicht ausübe. Was vor allem geblieben ist, ist das Beschäftigen  und das Auseinandersetzen damit. Es ist ein bisschen, als säße ich in einer Strickjacke an einem See und würde auf ein langes und erfülltes Journalistenleben zurückblicken. Gut, elf Jahre sind nicht unbedingt lange, gerade wenn ich bedenke, dass ich davor schon dreizehn Jahre auf den anderen erlernten Berufen gearbeitet habe, aber erfüllt war es allemal.

Und so sitze ich nun  – frei nach Stefan Sagmeister – am See und blicke zurück…

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Emnid-Umfrage zum Thema Datenschutz

Erstellt von Andreas Wurm am Donnerstag 8. April 2010

Umfrage-Ergebnisse

München, 8. April 2010–Das Marktforschungsunternehmen Emnid sammelte im Auftrag von Symantec wie auch schon 2009 die Bewertungen von rund 1000 Bundesbürgern. Diese vergaben Schulnoten für die Branchen Einzelhandel, Banken und Versicherungen, Online-Shops, öffentlicher Sektor, Telekommunikations-Dienstleister sowie für Transport und Verkehr. Hauptkriterium war deren Vertrauenswürdigkeit beim Schutz persönlicher Informationen.

Der öffentliche Sektor konnte seine Spitzenposition des Vorjahrs mit der Note 2,9 weiter ausbauen. Offenbar stieg im Bewusstsein der Bevölkerung die Vertrauenswürdigkeit von Behörden und staatlichen Stellen im Vergleich zum Vorjahr noch an. Damals lag der Notendurchschnitt bei 3,1. Diesmal benoteten 43 Prozent der Befragten den öffentlichen Sektor mit “gut” oder “sehr gut”. Bei den Befragten unter 30 Jahren ist dieser Anteil mit 61 Prozent besonders hoch.

Laut Emnid sind die Schlusslichter in der Vertrauensrangliste wie schon im vergangenen Jahr die Weiterlesen »

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People and their … uhm…

Erstellt von Andreas Wurm am Freitag 26. März 2010

At Basic Thinking I found a nice work of photographer Robbie Cooper. On his website he shows pictures of people and their – yeah, what are they? Alter Egos or just avatars? He shows, how people look like when they are en route on the web, for example in “Second Life” or in “World of Warcraft”.

It is a flash-site, so the route ist SIMULATIONS/ALTER EGO/PHOTOS.

Enjoy!

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Facebook und die Personen, die ich kennen könnte

Erstellt von Andreas Wurm am Donnerstag 4. Februar 2010

Ich habe eine E-Mail von Facebook erhalten. In dieser Nachricht teilt Facebook mir mit, dass einer meiner Xing-Kontakte mich einladen möchte, auf Facebook sein Freund zu sein. Weiter unten in der E-Mail sind sechs Personen gelistet, die Mitglied bei Facebook sind, und “die ich vielleicht kenne.”

Ich kenne alle sechs Personen, es sind Freunde beziehungsweise Kollegen. Das ist für meine Begriffe eine krasse Trefferquote – sechs von sechs. Kann das sein? Ich habe kein Profil bei Facebook. Der Xing-Kontakt hat vielleicht dort meine E-Mail-Adresse eingegeben, um mich auf die Plattform zu holen. Aber wie stellt Facebook den Zusammenhang zu meinen Freunden/Kollegen her? Kennt er dieselben Personen wie ich? Und wenn ja: Woher weiß Facebook das?

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How high or Why – ein Gedanke

Erstellt von Andreas Wurm am Dienstag 10. November 2009

05022007(076)Gerade habe ich Richard Gutjahrs und Marcus Schulers schöne Dokumentation über das Silicon Valley gesehen. Ich war schon zwei Mal beruflich drüben, und ich muss sagen, der Geist, den ich dort gespürt hatte, fehlt mir schon sehr. Wenn man dort ist, kann man die Visionen und das Innovationspotential spüren. Man kann den immer gegenwärtigen Vorwärtsdrang der „Macher“ dort förmlich mit einer Schere aus der Luft schneiden.
Schon oft habe ich mich gefragt, warum ich das immer dort spüre, aber bei uns selten bis nie. Vielleicht verdecken die vielen Wiesos, Weshalbs und Warums in Deutschland hin und wieder den Blick auf die Visionen und das Innovationspotential. Man sagt, wenn man zu einem Mann aus dem Valley sagt: „Spring!“, dann frage er: “How high?”; wenn man es zu einem Deutschen sagt, dann frage er “Warum?” Diese Herangehensweise habe ich noch nie verstanden. Sicherlich haben andere Kulturen andere Sitten, und vielleicht sind wir deshalb einfach so, wie wir sind, und wahrscheinlich liegt das Silicon Valley eben genau deshalb in Kalifornien und nicht am Starnberger See oder in Bielefeld oder sonst wo in good old Germany.

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Geld verdienen im Internet

Erstellt von Andreas Wurm am Sonntag 8. November 2009

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Der aktuelle BJVreport befasst sich in der Titelstrecke mit dem Thema “Geld verdienen im Internet – Was Verlage und Journalisten alles ausprobieren”. Ich habe einen Artikel beigesteuert. Den report gibt es hier.

Titelbild: Chris Willmann, Quelle BJV

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Antisocial Media I

Erstellt von Andreas Wurm am Mittwoch 14. Oktober 2009

Zugegeben, wenn man Menschen auf Twitter folgt, bekommt man Dinge zu sehen, die einem sonst vielleicht verborgen blieben. So geschehen mit einem Tweet, in dem der Absender auf diese Seite verlinkte. Dort kann man anscheinend so genannte Follower generieren. Ich frage mich, was das soll. Was bringen mir Follower eigentlich? Welche Follower nehme ich an, und welche sperre ich wieder aus? Anscheinend geht es darum, die kritische Masse zu erreichen? Zugegeben, die habe ich mit meinem Twitter-Konto noch nicht erreicht, ich bin noch nicht mal kurz davor, eher weit weg. Aber das könnte auch daran liegen, dass ich viele Follower aussperre, nachdem sie sich angehängt haben. Ich möchte doch selber entscheiden, wer Informationen erhält und wer nicht.

Ich glaube, die Anzahl der Follower hängt auch davon ab, was man schreibt, oder wie oft. Da hilft unter Umständen am Ende aller Tage auch die tollste Follower-Maschine nichts. Eigentlich geht es doch darum, Menschen zu finden, welche die eigene Arbeit oder die eigenen Ansichten so interessant finden, dass sie sich bei einem anhängen und gespannt auf Weiteres warten. Oder irre ich mich da? Habe ich irgendwas nicht verstanden?

Ein Fischen nach Followern halte ich ehrlich gesagt für ganz schön asozial. Solche Nutzer weichen nicht unbedingt von der gesellschaftlichen Norm ab (oder vielleicht doch?), aber doch schon sehr vom Grundgedanken des Twitter-Werkzeuges. Wenn ich jemandem folge, weil mich interessiert, warum ihm so viele folgen (kritische Masse), dann möchte ich nicht das Gefühl haben, dass er mich verarscht hat, sondern dass das, was er schreibt, vielleicht etwas ist, was ich brauche oder was ich einfach nur gut finde.

#Blender 2.0

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Probleme, die ich nie hätte….

Erstellt von Andreas Wurm am Mittwoch 16. September 2009

Gerade habe ich aufgrund der vielen Mafia-Einladungen bei Twitter mein Passwort geändert, und promt ließ mich TweetDeck nicht mehr auf meinen Account. Schlau, wie ich nun mal bin, passte ich dort das Passwort an. TweetDeck wollte das Passwort aber nicht anerkennen. Nach mehreren Versuchen, schmiss mich Twitter dann gleich ganz vom System.

Beim Twitter-Support konnte ich nachlesen, dass dieses Problem schon seit Ende August bekannt ist, ich bekam auch einen Lösungsvorschlag: Ich sollte meinen Account in TweetDeck löschen, die Applikation schließen und neu starten. Dann sollte es eigentlich funktionieren. Weil Social-Media-Geile aber mindestens ein Konto in TweetDeck haben müssen, musste ich mir schnell ein zweites Twitter-Konto erstellen? Danach konnte ich mein eigentliches Konto löschen, TweetDeck beenden und neu starten. Anschließend erstellte ich mein (altes) Konto neu – inklusive neuem Passwort. Nach ein paar Minuten Wartezeit (Twitter verlangete diese, weil TweetDeck zu viele falsche Anmeldeversuche generiert hatte) durfte ich wieder rein. Jetzt sind meine Gruppen verschwunden, und ich muss sie neu anlegen.

Irgendwie ist das wie in einer Beziehung: Beziehungen sind manchmal der Versuch, gemeinsam Probleme zu lösen, die man alleine nie hätte…

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